Wasserball - Presseschau 2009

Buxtehuder Tageblatt vom 16.09.2009

Wasserballer bewerben sich für die Liga

Junge Talente im Buxtehuder Schwimmclub

Simon Ecks ist einer der Leistungsträger beim BSC.Berlin
Simon Ecks ist einer der Leistungsträger beim BSC.Berlin

Buxtehude. Die Nachwuchswasserballer des Buxtehuder Schwimmclubs haben am Wochenende die 38. Auflage des Internationalen Wasserballturniers im Buxtehuder Heidebad gewonnen. In dem Jahr, in dem der Verein seine Talente im Hamburger Verband für den Liga-Betrieb anmelden will, passt der Turniersieg gut in die Bewerbungsmappe.

 

5:2 gewann die Buxtehuder Jugendmannschaft das letzte Gruppenspiel und eigentliche Finale gegen die Jugend von Neptun Cuxhaven. Damit war der Turniersieg perfekt. Ausgelassen feierte die junge Garde gleich im Wasser.

Ende des Jahres fällt die Entscheidung, ob die Buxtehuder in der Hamburger Miniliga mitspielen dürfen. Jeder Spieler muss beim Arzt seine Tauglichkeit untersuchen lassen. Da es in Norddeutschland nur wenige Wasserball-Mannschaften gibt, unterteilt der Verband die Teams nicht in verschiedene Ligen, sondern lässt jedes gegen jedes antreten.

Ende der 1990er Jahre ging der Buxtehuder Jugend-Wasserball baden. Nach dem Gewinn der Meisterschaft waren die meisten Spieler aus dem Jugendalter raus. Es dauerte bis 2007, damals rührte Vereinschef und Wasserballtrainer Reik Schmedemann die Werbetrommel, bis eine neue Mannschaft entstand. Mittlerweile trainieren 17 Kinder und Jugendliche beim BSC. Die gesamte Abteilung hat gut 40 Mitglieder.

"Das Problem ist nicht, Kinder für den Sport zu begeistern", sagt Schmedemann. Problematischer sei es, die Kinder bei Laune zu halten. Und auch dafür war der Turniersieg vielleicht Gold wert. Denn erst eine halbwegs etablierte Mannschaft bekommt von den Buxtehuder Stadtwerken als Betreiber Trainingszeiten im Heidebad oder im Aquarella. Zu viele Vereine bewerben sich um Hallenzeiten. Einmal pro Woche spielt der BSC derzeit Wasserball, zweimal pro Woche schwimmen die Spielerinnen und Spieler.

Schmedemann spricht von einem freundschaftlichen Verhältnis in den Mannschaften. Die Wasserballer fahren zum Turnier, zelten dort, haben einen "Mordsspaß", sagt Schmedemann. Sicher sei der Sport anstrengend, aber auch faszinierend. Ein Spieler müsse Ballgefühl haben, Koordination und eine hohe Fitness. Kraft allein reiche nicht, um im Wasser zu "stehen". Erst nach einem halben Jahr beherrschen Wasserballer die Technik - mit den Füßen abdrücken, weit genug aus Wasser kommen und sich so einen Vorteil verschaffen.

"Die Jugend braucht Praxis. Sie wollen sich vergleichen", sagt Schmedemann. Deshalb erhofft sich der BSC eine positive Entscheidung aus Hamburg.

Beim Turnier am Wochenende war die Jugendmannschaft das Aushängeschild des BSC. Die Frauenmannschaft wurde Fünfte. Die Männer kamen nicht unter die besten zehn Mannschaften. Sieger bei den Männern wurde WSG Hannover, bei den Frauen der SV Dornberg.

Feierten den Turniersieg: (von links) Max Bruns, Kevin Adolph, Simon Ecks, Lennart Dammert, Alexander Tobaben, Marc Pape, Lennart Schneider, Jerrik Abraham, Lukas Kampen, Daniel Müller und Patrick Beckedorf vom Buxtehuder Schwimmclub.
Feierten den Turniersieg: (von links) Max Bruns, Kevin Adolph, Simon Ecks, Lennart Dammert, Alexander Tobaben, Marc Pape, Lennart Schneider, Jerrik Abraham, Lukas Kampen, Daniel Müller und Patrick Beckedorf vom Buxtehuder Schwimmclub.

Buxtehuder Schwimm-Club e.V.

 

Milanstraße 7
21614 Buxtehude

Hintergrundbild mit freundlicher Genehmigung der Geising + Böker GmbH, Fotograf Philipp Neise, archiograph